Welt-Drogen-Tag - Ihr seid gefordert!

Der Weltdrogentag ist heute. Neben dem Alkohol werden hier der Konsum und die Gefährlichkeit harter Drogen und deren Missbrauch kritisiert. Oftmals verschließen wir die Augen vor diesem Gesellschaftsproblem. Heute morgen hörte ich im Radio bei 1Live einen Bericht, das die neue Modedroge Crystal immer mehr Zulauf findet. Zusätzlich dazu sei die Beschaffung von Heroin oder Kokain einfacher geworden.

Hier stelle ich mir erntshaft die Frage, was macht die Regierung gegen diese Entwicklung? Keine Ahnung…

Welche Erfahrungen mit Drogen hattet ihr selbst und in welchem Alter mit welchem Effekt, aus welchem Grund habt ihr Drogen genommen?

Die meisten haben ja mal ausprobiert ne Tüte zu rauchen oder ähnliches. (Gilt auch für mich)Sind auch Drogen und sollte eigentlich auch geächtet werden. Ich spreche mich davon im Teenageralter auch nicht frei. Aber was können wir selber machen um Freunde und Familie davor zu bewahren solch eine Dummheit zu begehen und süchtig zu werden? (Das einmalige Ausporbieren wird man selten verhindern können.)

21 Kommentare »

  1. Alain Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:06

    Mit harten Drogen habe ich keine Erfahrung.
    Mit weichen… ja, wie jeder in seinen jungen Jahren :-)
    Eigentlich zählen auch Kaffee, Tabak & Co. zu Drogen, oder?
    Ich kann keinen Tag starten, ohne direkt nach dem Aufstehen eine Tasse Kaffee zu kriegen! Ja, und mit Kippen… Direkt nach dem Frühstück eine “Guten-Morgen”Kippe” in aller Ruhe beim Lesen!
    Ab und zu mal abends ein Bier ist auch dabei (nur Pils). Oder leckeren Rotwein (am Liebsten aus den Côtes du Rhônes!). Herrlich!
    Beim Handy-Verhalten von einigen Leuten könnte man glatt das Handy auch zu den Drogen zählen :-)
    Und noch eine Droge: Frauen…

  2. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:09

    @Alain
    Das ist aber nett ausgedrückt. Ich halte Kaffee und Zigaretten aber auch für weiche Drogen. Ist Gras rauchen auch noch weich? Letzteres das Frauen bzw. Männer als Droge zu sehen sind, finde ich auch sehr witztig.

    Lg Jörg

  3. Steffi (schmetterlingsfluegel) Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:16

    Ich persönlich habe zwischen 14 und 15 Jahren ein paar mal bei Freunden mitgeraucht… Damals spürte ich dabei nicht wirklich eine Wirkung, aber die anderen Taten es und fanden es toll, dann wollte man auch dabei sein… Bei diesen wenigen Versuchen blieb es bei mir jedoch, da ich wie gesagt keine Wirkung spührte und somit für mich das ganze keine Sinn machte.

    Vor ein Paar Monaten habe ich nach all denn Jahren wieder Mal an einem Joint gezogen. Eine Freundin meinte, dass Sex danach unbeschreiblich und die kleinste Berührung unglaublich intensiv wäre… Aus Neugier habe ich es also ausprobiert, jedoch ausser einem kurzen Kicheranfall keine Wirkung verspührt, wärend Adrian mit der selben Menge schon so zugedröhnt war, dass er gleich einschlief. Wardann wohl nix…;)

    Für mich haben Drogen einfach keinen Sinn und darum ist das Thema auch abgeschlossen. Jemanden von Drogen ab zu halten ist meiner Meinung nach fast unmöglich! Es ist wie mit Zigaretten: Man muss es selbst wollen!
    Ich kenne jemanden, der mehrere Jahre lang dauerbekifft war und sein Rekord bei 12 Tüten am Tag lag… Eines Tages wollte er seinen Konsum reduzieren und weil er wusste, dass er es nicht schaffen würde, sollte er nicht ganz aufhören, beschloss er für ein Jahr keinen einzigen Zug mehr zu nehmen. Er hat es geschaft und zwar weil er es wollte!
    Heute kifft er fast gar nicht mehr, einzig all paar Monate mal zwei, drei Züge, weil er denn Geschmack mag…
    Ich bin stolz auf ihn, dass er das geschaft hat und sich selbst dieses Ziel gesetzt hat, denn wenn man nicht aufhören will, kann man es auch nicht!

    lg

  4. Duennbrettbohrer Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:16

    Zigaretten sind eigentlich schon keine weichen Drogen mehr, soviel Leute wie an den Folgen jedes Jahr krepieren…

    Alles was abhängig machen kann, ist doch eine Droge, oder nicht? Somit auch Süßigkeiten, bzw. bestimmte Nahrungsmittel, Computer, Internet… Okay, ich schweife ab, sorry.

    Also, meiner Meinung nach stehen Nikotin, THC und Alkohol auf der gleichen Stufe.

  5. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:32

    @Steffi(schmetterlingsfluegel)
    Hallo Steffi,
    eine meiner Exfreundinnen hat vor der beziehung mit mir auch am Tag 8-10 Stk geraucht. Das hörte erst auf als Sie mit mir zusammen war. Ich mag keine Drogen. Das Ausporbieren ist für mich ok, weil es zu bestimmten Altersgruppen irgendwie dazugehört. Auch wenn dem nicht so sein sollte.

    Das man selbst wollen muss, wenn man eine Sucht loswerden muss steht außer Frage. Sehe ich ja zur Zeit auch wieder wenn es um die Kippen geht. Freut mich auch für deinen Freund das er los davon ist.

    Lg Jörg

  6. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:34

    @Duennbrettbohrer
    Bei Zigaretten gehe ich mit deiner Aussage zu 100 % konform. Früher habe ich aber auch mal Extasy ausporbiert und LSD. Beides wirklich harte Drogen im Vergleich zur Kippe und von beidem abzuraten!

    Du schweifst nicht ab. Im Prinzip ist es doch so das wir die unterschiedlichsten Abhängigkeiten produzieren. Einige können uns umbringen andere nicht… Siehe PC.. :-)

    Lg Jörg

  7. Jung-Ewig-Sucht Said,

    26. Juni, 2007 @ 11:44

    Du hast mal Pillen geworfen? Nur gut das du nicht drauf geblieben bist. Zumindest sagt man das ja von LSD. Aber schön das du nen Bericht dazu verfasst und so probierst Drogen zu verurteilen.

    Liebe Grüße J-E-S

  8. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 12:12

    @J-E-S
    Ja habe ich. Lovepardezeiten Anfnag der 90er Jahre…Bin ich nicht stolz drauf aber war halt so. Drogen sind mies! Steht außer Frage.
    Lg Jörg

  9. Teddybaerenhasserin Said,

    26. Juni, 2007 @ 12:23

    Ich war damals auch auf der Loveparade. Mehr sag ich dazu nicht, ohne meinen Anwalt. :)

  10. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 12:25

    @TBH
    Sehr gute Antwort… :-)

  11. Codo Said,

    26. Juni, 2007 @ 13:04

    Ich hab schon als Teenie nichts derartiges gemacht… Drogen haben mir immer eher Panik verursacht. Staendig hatte ich angst, dass mir wer was ins Getraenk schuettet (und daher ging ich auch nicht in eine Disco..). Mit 29 hab ich dann mit Kaffee trinken angefangen - meine momentan einzige “Droge”.

    Zigaretten hab ich nie angeruehrt, da mein Vater mal an Darmkrebs erkrankte als ich etwa 10 war und ich lange dachte, dass das vom rauchen kam (was es wahrscheinlich gar nicht tat). Jedenfalls find ich den Geschmack von Zigaretten igitt. Hab aber kein Problem, wenn jemand anders raucht. Seine Freiheit sich die Gesundheit zu schaedigen.

    Auch Hasch und dergleichen muesste wie Zigaretten und Alkohol legalisiert werden - oder Zigaretten und Alkohol muesste auch verboten sein. Schwieriger ist es halt mit harten Drogen. Aber wenn die einfacher zu kriegen waeren, wuerden es wohl a) weniger tun (Reiz weg) und b) weniger Beschaffungskriminalitaet. Aber ist ein komplexes Thema. Gaebe sicher wieder andere Probleme…

    Verhindern werden wir kaum koennen. Ich halte es bei meinen Kindern so, dass ich sie einfach stets aufklaere, was welche Droge bewirkt oder bewirken kann. Ob sie sich darauf einlassen wollen oder nicht, muessen sie selber entscheiden (also jetzt noch nicht mit 10 bzw. 12 ;-). Ich denke Aufklaerung ist die beste Methode jemand abzuhalten. Wenn er dann doch anfaengt, ist es gewollt und sollte als Entscheid akzeptiert werden. Auch wenn man nicht versteht warum jemand sich so kaputt machen will.

  12. Ocean Said,

    26. Juni, 2007 @ 13:05

    Hallo lieber Jörg :)

    Drogen - und was schon als solche bezeichnet werden kann .. gute Frage :) Meine Eltern haben immer gemeckert, ich sei süchtig nach Musik. Immer diese Musiksendungen (in den 80ern, Formel 1, Bananas etc *g*) und ich war kaum ohne Kopfhörer oder Radio-etc. gedudel anzutreffen.

    Das stimmt mit Sicherheit. Meine größte Droge ist die Musik. Und da ich trotz diverser lauter Konzerte, Disco und Dauer-Walkman etc noch so gut höre, daß ich nachts Ohropax brauche, um nicht von jeder Kleinigkeit wachzuwerden - halte ich das mal für nicht so schlimm ;)

    Da ich eine Zeitlang mit Leuten zusammen war, für die Kiffen zum Tagesablauf dazugehörte, hab ich das natürlich auch ab und zu praktiziert. Aber ich kann nicht sagen, daß es mich überzeugt hat, und ich hab das später auch nicht beibehalten ;)

    Das gleiche gilt für Alkohol. Mal ein, zwei Bier - aber dann ist Schluß. Wobei - ich schon gern abends zur Entspannung ein Bier trinke, und das auch eine angenehme Gewohnheit geworden ist -

    macht das dann schon die Sucht aus, wenn man denkt “jetzt zur Entspannung ein Bier / eine Zigarette etc”? wenn man das also “benutzt”, um besser draufzukommen?

    liebe Grüße an dich :)

    Ocean

  13. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 13:23

    @Codo
    Cleverer und einiziger Denkansatz der so auch wirklich funktioniert. Aufklärung ist hier das A und O. Aber wie du schon sagst, jeder muss selber entscheiden was er seinem Körper und sich antun will. Schlimm nur das die MIttel dagegen so begrenzt sind….

    Lg Jörg

  14. Liebeskasper Said,

    26. Juni, 2007 @ 13:26

    @Ocean
    Hallo Ocean,

    den letzten Absatz mit en Fragen ob das schon Suchtverhalten und Droge ist kann man hier bejahen…
    Aber ich denke trotz allem das ein Bier etwas mit Lebensqualität zu tun hat. Diese Qualität spreche ich echten Drogen natürlich ab.

    Musik und Liebe sind Kollektivdrogen die jeder braucht :-)

    Lg Jörg

  15. Kalle Said,

    27. Juni, 2007 @ 00:05

    Hi Jörg,

    da ich einer Alkoholikerfamilie entstamme trinke ich wenig, obwohl ich einiges schlucken könnte, wenn ich wollte. Doch habe ích meine Probleme nie ertränkt, sondern versucht zu lösen. Geraucht habe ich seit ich vierzehn war bis vor rd. sieben Jahren, aber immer nur in Grenzen. Kiffen war auch nichts für mich, und Pillen habe ich genug andere (HIV-Pillen) eingeworfen, so dass ich diese satt hatte.

    Aber es gibt noch andere Süchte, die wie eine Droge wirken können…

    Lg kalle

  16. Liebeskasper Said,

    27. Juni, 2007 @ 08:32

    @Kalle
    Finde ich gut das du nicht alles ertränkt hast. Es reicht auch voll und ganz, sein Glas Wein, oder am Wochenende sein Bier oder mal nen Cocktail zu schlürfen. Wobei diese Sachen natürlich Suchtpotenzial besitzen.

    Sucht begegnet uns immer da wo wir einen Ersatz suchen….Das können wirklichd ie unterschiedlichsten Dinge sein…

    Liebe Grüße Jörg

  17. Bea Said,

    27. Juni, 2007 @ 09:11

    Ich gebe es zu: Ich habe reichlich Erfahrungen gemacht. Wenn ich sage, es waren schlechte, wäre das gelogen. Ich bin an nichts hängen geblieben. Mir sind Zigaretten schon zuwider, dass heißt, ich könnte nicht mal mehr ne Tüte rauchen.
    Natürlich verfälschen Drogen die Realität. Das sehe ich heute natürlich auch. Aber es gab Zeiten, da hab ich es genossen. Ich bin deshalb auch nicht in ein Milieu abgerutscht. Liegt vielleicht auch an meiner Willensstärke. Ich hasse Abhängigkeiten in jeder Form, bin aber neugierig auf alles, was das Leben bietet.
    Es ist gefährlich, labile Menschen flüchten sich gern in Scheinwelten. Und wenn ich alte Freunde von mir sehe, die seit 30 Jahren kiffen, kann ich auch nur den Kopf schütteln.
    Wobei ich auch der Meinung bin, dass sich THC und Alkohol auf gleicher Ebene befinden.
    Naja, ich liebe Rotwein :-) Und gaaanz selten mal einen guten Whisky.

  18. Liebeskasper Said,

    27. Juni, 2007 @ 09:36

    @Bea
    Das du nichts ausgelassen hast, hätte man dir nicht zugetraut. Aber gut zu wissen, wenn man für sich selber weiß das man genug Willensstärke besitzt um nicht drauf zu bleiben. :-)

    Ich sage ja auch immer, Ausprobieren ist ok, aber nicht mehr!

    Lg Jörg

  19. Hexe Said,

    27. Juni, 2007 @ 10:52

    ..wäre es nicht - da es doch mehr als offensichtlich ist, dass man Drogenkonsum nicht verhindern kann - sinnvoller, mehr Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Drogen zu legen?

    Das Problem bei vielen Konsumenten ist doch vielmehr, dass sie gar nicht wissen, WAS sie da nehmen, welche chemischen Prozesse dadurch in Gang gesetzt werden und wie man dem entgegenwirken kann, wenn es einem dabei schlecht geht. Wahlloser Konsum ist das Problem, nicht die Droge selber. Ich halte nichts davon, Drogen zu verbieten..jeder Mensch ist für sich selber verantwortlich, nur muss er in der Lage sein, diese Verantwortung auch wahrzunehmen, was viele Menschen einfach nicht sind, weil sie es nicht gelernt haben.

    Meine Erfahrungen in Sachen Drogen sind recht umfangreich..*g..aber im Nachhinein würde ich sie nicht als negativ bezeichnen…es war ne coole Zeit, aber es war halt nur ein Abschnitt meines Lebens..Drogenkonsum heisst nicht automatisch, dass man daran zugrunde geht. Wie Bea schon sagt, es kommt wohl auf die Willensstärke an, die viele meiner damaligen Party-Gefährten wohl nicht im ausreichenden Mass haben oder hatten..leider. :/

    In diesem Zusammenhang sehe ich ein viel grösseres Problem beim Alkohol..schliesslich ist Alkohol die neurotoxischste Droge überhaupt, wird aber trotzdem in der Gesellschaft akzeptiert. Ich habe viele Jahre null Alkohol getrunken, allein bei dem Geruch von Bier wurde mir schlecht..und auch heute bevorzuge ich eher nen Joint mit Freunden als ne Kneipentour mit meinen Kollegen..aber bei dem einen wie bei dem anderen ist wohl das Mass der entscheidende Faktor.

    Sind nicht alle irgendwie auf der Suche nach einem Rausch? Ob s nun der Rausch der Geschwindigkeit ist, oder der Strudel der Gefühle, in den man sich immer wieder auf s Neue stürzt, weil man gerne intensiv fühlt..oder eben halt chemische oder natürliche Drogen….das Streben nach Berauschung ist wohl im Menschen selber verankert, in welcher Form der einzelne das auch ausleben mag.

  20. Liebeskasper Said,

    27. Juni, 2007 @ 11:05

    @Hexe
    Hallo Hexe, ich finde dein Text ist wirklich klasse geschrieben. Irgendwie merkt man das du weißt wovon du sprichst. Aber sind Drogen und Rausch und Methodik nicht immer gewünscht weil wir Menschen glauben uns dadurch besser selber fühlen zu können? Betäubung ist auch ein Gefühl das mancher anstebt. Das Maß mag der entscheidende Faktor sein. Gebe ich dir Recht. Legalisieren würde ich Drogen trotz allem nicht. Zumindest 95 % nicht. Hier kommt es aber auch auf die Eltern und die Erziehung an. Hier kann der Staat und die Familie gemeinsam für die Kinder dieses Landes tätig werden.

  21. max Said,

    22. Juni, 2008 @ 00:25

    Hallo,

    zum Weltdrogentag gibts auch eine deutschsprachige Webseite: http://www.weltdrogentag.eu

    grüße!

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